DER VERBAND                BETRIEBE            BAUHERRENINFOS             BILDUNG                  SERVICE             LOGIN MITGLIEDER
 
Material-Börse

Termine

Ausschreibungen

Links

Rundschreibendienst

ZVDH kompakt

  Pressedienst 

12-1-06SA

Gefährliche Begegnung

Sanierung von asbesthaltigen Dächern und Fassaden

Asbest wurde noch vor wenigen Jahrzehnten als „Baustoff für die Ewigkeit“ gefeiert. Diese Dach- und Fassadenplatten, die auf ein Patent aus dem Jahr 1900 zurückgehen, galten als weitgehend frost- und feuerresistent. 70 Jahre später kam die bittere Erkenntnis, dass die lungengängigen Fasern des Asbests krebserregend wirken.

„Kein Grund zur Panik für Hausbesitzer“, beruhigt der Sprecher des Dachdeckerhandwerks Sachsen-Anhalt. Denn solange das Dach und die Fassade, bei denen asbesthaltige Baustoffe zum Einsatz kamen, intakt sind, besteht keine Gefahr. Müssen hier aber Reparaturen oder ein Austausch vorgenommen werden, ist das eine Sache für Spezialisten: Dachdecker-Innungsbetriebe mit einem Befähigungsnachweis nach TRGS (Technische Richtlinie Gefahrstoffe) 519. Dieser Befähigungsnachweis wird nur nach Absolvierung eines entsprechenden Lehrgangs erteilt.

Der Hintergrund: Beim Umgang mit asbesthaltigen Baustoffen werden die lungengängigen Fasern freigesetzt. Deshalb ist es auch strikt verboten, solche Baustoffe in irgendeiner Form zu bearbeiten. Sie dürfen also weder angebohrt, abgebrochen, gesägt, mit Hochdruckreinigern gesäubert oder gar beschichtet werden. Alle Arbeiten an asbesthaltigen Fassaden oder Dächern müssen vorab bei den örtlichen Behörden angezeigt und die erforderlichen Sicherheitsmaßnahmen erfüllt werden. Dazu können Schutzausrüstung oder Absaugeinrichtungen gehören.

Auch für die Deponierung der asbesthaltigen Baustoffe gelten strenge Bestimmungen. Die zu entsorgenden Elemente müssen in Folie verpackt und gekennzeichnet werden. Ihre Deponierung ist nur in bestimmten Anlagen zulässig.

„Der Umgang mit asbesthaltigen Baustoffen ist also weder dem Heimwerker noch dem Handwerker ohne den entsprechenden Qualifikationsnachweis erlaubt und ist lebensgefährlich. Entsprechend können Verstöße sogar strafrechtlich verfolgt werden“, warnt der Sprecher der Dachdecker.

Ein Tipp der Dachdecker Sachsen-Anhalts für Hausbesitzer, die eine Sanierung eines asbesthaltigen Daches oder einer Fassade planen: Diese Maßnahme kann möglicherweise als außergewöhnliche Belastung beim Finanzamt geltend gemacht werden (Bundesfinanzhof Az. III R 6/01).

Mehr Informationen und vor allen Dingen Anschriften von Dachdecker-Innungsbetrieben, die nach TRGS 519 den Umgang mit asbesthaltigen Baustoffen qualifiziert sind, gibt es bei der örtlichen Dachdeckerinnung oder im Internet unter http://www.dachdecker-sachsen-anhalt.de/

Als leichte und großflächige Eindeckung einst beliebt waren Asbestzement-Wellplatten. Die Sanierung solcher Dächer erfordert einen Dachdecker mit Befähigungsnachweis nach TRGS 519.

11-1-06HH

Umweltentlastung fängt oben an

Wie Hausbesitzer und Bauherren mit ihrem Dach zum Umweltschutz beitragen können

Das Ozonloch über der Antarktis hat mit der 77-fachen Größe Deutschlands eine traurige Rekordgröße erreicht. Schuld daran ist u. a. der zunehmende CO2-Ausstoß. Und den kann jeder Einzelne mit beeinflussen – auch Bauherren und Hausbesitzer. In enger Zusammenarbeit mit Planern – und dem Dachdecker.

Je weniger Energie zur Beheizung eines Gebäudes aufgewendet werden muss, desto geringer ist die Umweltbelastung – und die Belastung der eigenen Haushaltskasse. Allein durch eine optimale Dämmung des Daches können 12-19% der Gesamtenergie eingespart werden. Wird die Brauchwasserbereitung durch eine Solarthermieanlage unterstützt, steigt das Sparpotenzial für die Primärenergie um weitere 30% an. Voraussetzung ist allerdings, dass diese Maßnahmen – von der Wärmedämmung bis zur Montage der Solarkollektoren auf dem Dach - von qualifizierten Fachleuten des Dachdeckerhandwerks ausgeführt werden, um optimale Ergebnisse zu erreichen.

Wer darüber hinaus ohne zusätzliche Belastung der Umwelt Strom selbst produzieren und ihn ins öffentliche Netzt gegen gutes Geld einspeisen will, leistet mit der Fotovoltaik-Anlage einen weiteren wichtigen Beitrag. Übrigens sind Solaranlagen zur Stromerzeugung auch für bislang ungenutzte Flächen von Garagendächern geeignet. Auch hier kann der Dachdecker-Innungsbetrieb die individuell passende Lösung zusammen mit dem Bauherren erarbeiten.

Auch die Auswahl des Baustoffs für die Dacheindeckung will vorausschauend geplant sein. Ist die Eindeckung bei einer Erneuerung des Daches in vielen Jahren unbedenklich für die Umwelt und ohne zusätzliche Kostenbelastung entsorgbar? Baustoffe, die dieses Kriterium auf jeden Fall erfüllen, sind z. B. der Tondachziegel und der Betondachstein. Haben sie nach vielen Jahren einmal ausgedient, können diese Dacheindeckungen bedenkenlos deponiert werden. Oder sie beginnen als Granulat für eine Dachbegrünung, als Tennisplatzbelag oder als Unterbau für eine Straße ein neues Leben.

Als reine Naturbaustoffe für die Dacheindeckung stehen auch das Reet – vorwiegend im Norden Deutschlands – und die Holzschindeln – im Süden unseres Landes – sowie der Schiefer zur Wahl.

Und wer sich die Natur pur auf sein Dach holen will, sollte über eine Begrünung der Dachflächen nachdenken. Mit ihr können Mini-Biotope und kleine Ausgleichsflächen für die bebaute Grundstücksfläche - und gleichzeitig eine „natürliche Klimaanlage“ für das Haus geschaffen werden.

Mit der oft Jahrzehnte langen Erfahrung des Dachdeckers kann jeder Hausbesitzer und Bauherr seinen Beitrag zur Umweltentlastung leisten. Und der zahlt sich bereits mittelfristig mit niedrigeren Energiekosten aus. Darüber hinaus werden solche Maßnahmen vielfach mit zinsgünstigen Darlehen oder rückzahlungsfreien Zuschüssen belohnt.


Mehr Informationen zum Thema gibt es bei der Dachdecker-Innung Hamburg, die auch Anschriften qualifizierter Fachbetriebe vermittelt, und im Internet unter

http://www.dachdecker-innung-hamburg.de/


10-1-06HH

Prüfung bestanden?

Warum die Überprüfung des Daches vor dem Winter so wichtig ist

Beim Dach des Hauses ist es wie bei den Winterreifen fürs Auto: Jeder weiß, dass der Winter ganz bestimmt kommt und ist er erst da, werden viele Hausbesitzer und Autofahrer von ihm überrascht. Dabei könnte die rechtzeitige Vorbereitung auf die kalte Jahreszeit viele Schäden verhindern.

Schnee und der Frost bergen ein großes Gefahrenpotenzial für das Dach – wenn es nicht vor dem Winter von einem Dachdecker-Fachbetrieb unter die Lupe genommen wurde. Behindern nämlich Laub und Äste, die sich im Herbst in Dachrinnen, Kehlen und rund um die Eindeckrahmen von Dachfenstern angesammelt haben, die Wasserabführung, kann Schmelzwasser unkontrolliert z. B. in das Mauerwerk eindringen. Gerade bei Flach- und Pultdächern mit ihrer relativ langsamen Wasserabführung ist die entsprechende Wartung durch den Dach-Fachmann unverzichtbar.

Haben sich beim letzten Herbststurm einzelne Elemente der Dacheindeckung gelockert oder gänzlich gelöst, können diese zusammen mit dem ersten Schnee abrutschen und zu gefährlichen „Flugobjekten“ werden. Und an ihrem ursprünglichen Platz klafft – bis zur Schneeschmelze unentdeckt - ein Loch, durch das Wasser ins Dachinnere eindringen kann. Darüber hinaus findet der nächste Sturm hier eine gute Angriffsfläche.

Je nach Region sollte auch der Schneefang entsprechend ausgeführt sein und vor dem Winter besonders sorgfältig kontrolliert werden. Abrutschender und abtauender Schnee baut am Schneefang oft ein enormes Gewicht auf.

Eine weitere Gefahr für das Dach bilden Eisbarrieren, die zu einem Rückstau des Schmelzwassers führen. Umso wichtiger ist deshalb gerade bei geringen Dachneigungen die ordnungsgemäße Ausführung einer wasserableitenden Schicht unter der eigentlichen Dacheindeckung.

Mindestens so wichtig wie diese Vorbereitung des Daches auf den Winter ist es für Hausbesitzer und Hausverwaltungen, einen zuverlässigen Partner für diesen Dach-Check zu haben. Gewarnt sei hier vor mobilen Handwerkerkolonnen, die einen angeblichen „Dach-Check“ nur als Einstieg für das Erschleichen teurer und oft unnötiger Reparaturaufträge nutzen. Sie verkaufen nicht selten für viel Geld Leistungen, die dem Dach nicht sicher über den Winter helfen. Die Palette reicht von überteuerten Vermörtelungen des Firstes bis zu sinnlosen Dachreinigungen und Dachbeschichtungen.

Bester Tipp für alle, die auch nach dem Winter noch ein zuverlässiges Dach über dem Kopf besitzen wollen: Die regelmäßige Dachwartung (vielleicht sogar mit einem Wartungsvertrag, wie er bei Heizungsanlagen schon lange üblich ist) durch einen Dachdecker-Fachbetrieb in der Nähe. Anschriften dieser Betriebe gibt es bei der Dachdecker-Innung und im Internet unter http://www.dachdecker-innung-hamburg.de/


9-1-06HH

Wenn Handwerk zur Kunst wird

Dachdecker erhalten wertvolle Bausubstanz

Ob König Ludwigs Märchenschloss Neuschwanstein, der Kölner Dom, die Dresdner Semperoper oder das Holsten-Tor in Kiel – diese historischen Gebäude haben eines gemeinsam: Ohne ein intaktes Dach gäbe es sie nicht mehr. Und dafür, dass ihre Dächer diese „Kunstschätze“ schützen, haben erfahrene Dachdecker gesorgt.

Wenn von „Handwerkskunst“ die Rede ist, denkt man meist zuletzt an das Dachdeckerhandwerk. Doch gerade diese Handwerker und ihre Fähigkeiten sind gefragt, wenn historische Bausubstanz geschützt und für die nachfolgenden Generationen erhalten bleiben soll. Dabei ist der Grat zwischen den Vorstellungen und Auflagen des Denkmalschutzes und der technischen Machbarkeit nach den geltenden Regeln des Deutschen Dachdeckerhandwerks oft sehr schmal.

Umso wichtiger ist es für den Besitzer eines denkmalgeschützten Gebäudes, sich schon im Stadium der Sanierungsplanung mit einem erfahrenen Dachdecker, dem Architekten und der zuständigen Denkmalschutzbehörde an einen Tisch zu setzen. Nur so können Lösungen gefunden werden, die einerseits dem historischen Gesamt- und Detailbild möglichst nahe kommen, andererseits die geltenden Bauvorschriften und aktuellen Regeln der Technik erfüllen. Dabei stellt das Eindeckungsmaterial meist das kleinste Problem dar, denn heute sind z. B. praktisch für alle historischen Dachbilder entsprechende Ziegelmodelle verfügbar. Viele von ihnen wurden nach historischen Vorbildern neu entwickelt, andere können von Ziegelmanufakturen z. T. in kleinen Serien neu aufgelegt werden. Hier ist der Dachdecker mit seinen Kenntnissen des Dachmarktes und der Möglichkeiten für alle Beteiligten der optimale Berater. Seine Lösungsvorschläge beeinflussen oft die weitere Planung und Ausführung anderer Bauteile.

Zum Kunsthandwerker wird der Dachdecker spätestens, wenn das gesamte Dachbild historisch getreu nachgebildet werden muss – mit allen Gauben, Kehlen, Erkern, Vor- und Rücksprüngen. Die Detailarbeit des Dachdeckers kann bei einem Schieferdach bis zum Behauen der einzelnen Schieferplatten gehen, um das klassische Deckmuster neu entstehen zu lassen. Und nicht selten ist – neben der hohen Kunst des Dachdeckens - gleichzeitig enormes technisches Knowhow gefragt, wenn unter dem originalgetreu nachgebildeten Dach eine Hightech-Wärmedämmung stecken soll.

So waren Dachdecker maßgeblich daran beteiligt, wenn einzelne Bauwerke oder ganze Altstädte – wie jüngst erst Regensburg – wegen der historisch wertvollen und gut erhaltenen bzw. wiederhergestellten Bausubstanz zum Weltkulturerbe erklärt werden.

Wer Adressen von qualifizierten „Dachdecker-Kunsthandwerkern“ sucht, erhält diese bei der Dachdecker-Innung Hamburg oder im Internet unter http://www.dachdecker-innung-hamburg.de/


8-1-06HH

Darf es etwas flacher sein?

Das Flachdach ist besser als sein Ruf

In den 60er Jahren erlebte das Flachdach einen wahren Boom. Der Bungalow mit dem flachen Dach war im Wirtschaftswunder-Deutschland das Zeichen für Erfolg und Wohlstand. Jahre später zeigten sich oft schwerwiegende Mängel. Der Ruf des Flachdaches war – bis heute – dahin.

„Die Bedenken gegen ein Flachdach sind heute völlig unbegründet“, versichert ein Sprecher der Dachdecker-Innung Hamburg. Bei Ausführung nach den Fachregeln des Deutschen Dachdeckerhandwerks und einer regelmäßigen Dachwartung, wie sie ohnehin von der Rechtssprechung für jedes andere Dach auch vorgeschrieben ist, steht die Lebenserwartung eines Flachdaches der eines Steildaches in nichts nach.

Dicht muss jedes Dach sein, um das Gebäude mit allen angrenzenden Bauteilen zu schützen. Da aber Wasser auf einem flachen Dach länger steht als auf einem geneigten Dach, muss natürlich die zuverlässige Wasserabführung gewährleistet sein. Ursache für Schäden an Gebäuden mit Flachdächern ist – neben der Ausführung oder Reparatur durch unqualifizierte Handwerker - daher meist die unterlassene Wartung, bei der Laub, Bemoosungen und Äste von den Wasserabführenden Elementen des Daches entfernt werden.

Das Flachdach – übrigens im mediterranen, afrikanischen und orientalischen Raum seit Jahrtausenden bewährt – hat seinen schlechten Ruf erworben, als mit mangelnder praktischer Erfahrung und nicht bewährten Materialien in den 60er Jahren die kühnen Pläne kreativer Architekten umgesetzt werden sollten. „Der derzeit herrschende Trend zum leicht geneigten Pultdach birgt heute ähnliche Risiken“, meint der Sprecher des Dachdeckerhandwerks. Bei der Verwendung von Ziegeleindeckungen für Pultdächer wird oft den Herstellerangaben zur Mindestdachneigung blind vertraut. Diese aber unterschreiten die in den Fachregeln des Dachdeckerhandwerks verbindlich angegebene Mindestdachneigung nicht selten erheblich. Wer hier als Auftrageber oder Verarbeiter auf zusätzliche Maßnahmen unter der eigentlichen Eindeckung verzichtet, wird dem Pultdach in wenigen Jahren zu einem ähnlichen Ruf wie einst dem Flachdach verhelfen.

Heute stehen den qualifizierten Dachdeckern für das Flachdach ausgereifte Baustoffe bis hin zu Hightech-Kunststoffen und über viele Jahre weiter entwickelte Verarbeitungstechniken zur Verfügung. In der Ausbildung zum Dachdecker legen die überbetrieblichen Ausbildungsstätten der Dachdecker-Landesverbände einen Schwerpunkt auf den Flachdachbereich. Das Ergebnis sind „Hochleistungs-Flachdächer“, auf denen durch fachgerechte Begrünung ganze Gärten entstehen und die zur umweltschonenden Energiegewinnung mittels Solaranlagen hervorragend genutzt werden können.

Fazit: Bei allen Dächern sollte auf eine enge Zusammenarbeit und Abstimmung zwischen Planer, Bauherr und Verarbeiter großen Wert gelegt werden. Nur so ist gewährleistet, dass das Dach jahrelang zuverlässig seine Schutzfunktion erfüllt – ganz gleich, ob Flachdach, Pultdach oder Steildach. Ebenso wichtig ist aber die Auftragsvergabe an einen qualifizierten Dachdecker. Deren Anschriften gibt es z. B. bei der Dachdecker-Innung Hamburg und im Internet unter

http://www.dachdecker-innung-hamburg.de/


7-1-06HH

Der Bauplatz ohne Grunderwerbssteuer

Dachgeschossausbau erweitert Wohnraumreserven

Unzählige Bauplätze in Deutschland sind zwar voll erschlossen – bislang jedoch unentdeckt. Und sie genießen den Vorteil, von der Grunderwerbssteuer befreit zu sein: die Dachgeschosse.

Voraussetzung für den Ausbau des bislang ungenutzten Dachgeschosses zu Wohnzwecken ist natürlich die Genehmigung der zuständigen Baubehörde. Die aber dürfte der Wohnraumerweiterung kaum Steine in den Weg legen. Mindestens ebenso wichtig aber ist eine intakte Dacheindeckung. Denn nur sie schützt die Investition in die zusätzlichen Quadratmeter Wohnraum zuverlässig. Der erste Weg nachdem die Baubehörden „Grünes Licht“ gegeben haben, sollte also zu einem Dachdecker-Innungsbetrieb führen. Er nimmt nicht nur die Dacheindeckung unter die Lupe, sondern kann auch beurteilen, welche Maßnahmen zur optimalen Wärmedämmung notwendig sind. Meist sind bisher ungenutzte oder nicht ausgebaute Dachgeschosse ungedämmt oder ihre Dämmung entspricht nicht mehr dem Stand der Technik bzw. den Anforderungen des Gesetzgebers. Gespart werden sollte weder an der Dämmung noch an der Vergabe der Dämm-Maßnahmen an den Dachdecker. Schließlich spart die optimale Wärmedämmung in der Heizperiode wertvolle Energie und macht das „Oberstübchen“ im heißen Sommer erst wirklich bewohnbar.

Unter die Lupe nehmen wird der Dachdecker-Innungsbetrieb auch das Tragwerk des Daches. Schließlich sind für die Nutzung zu Wohnzwecken entsprechende Fensterflächen vorzusehen. Diese können durch Dachfenster oder durch Gauben realisiert werden. In beiden Fällen setzt der seitliche Abstand der Dachsparren – das sind die von oben nach unten verlaufenden Holzbalken – den Abmessungen keine Grenzen. Denn der qualifizierte Dachdecker kann durch entsprechende Maßnahmen fast jede beliebige Fenster- und Gaubenbreite ermöglichen. Allerdings wird dabei in die Statik des Tragwerkes eingegriffen, so dass diese Arbeiten unbedingt dem Fachmann überlassen werden müssen.

Selbst bei Gebäuden mit einer geringen Dachneigung ist eine Nutzung des  Obergeschosses als Wohnraum möglich. Beispielsweise durch eine Anhebung des Kniestocks – auch Drempel genannt. Dabei wird traufseitig das senkrechte Mauerwerk über der Geschossdecke erhöht, so dass selbst in den Randbereichen der Dachschräge Stehhöhe erreicht werden kann.

Um den bei der Erschließung des neuen Wohnraums erforderlichen Mehrbedarf an Energie zu decken, ist auch die Installation einer Solaranlage – z. B. zur Brauch- und Heizungswassererwärmung – sinnvoll.

Das komplette Maßnahmenpaket zu mehr Wohnraum – von der Dämmung und den Fenstern und Gauben bis zur Solartechnik und dem Trockenbau - kann an den Dachdecker-Innungsbetrieb als Gesamtpaket vergeben werden. Vorteil für den Bauherren: Er hat für den gesamten Dachausbau nur einen Ansprechpartner.


5-1-06BY

Geblitzt

Sicherheit: Blitzschutz für das Haus

Jahr für Jahr werden in Deutschland durchschnittlich 750.000 Blitze gezählt. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Blitz in ein Gebäude einschlägt, ist also gar nicht so gering. Deshalb sollten nicht nur Häuser in exponierter Lage über einen Blitzschutz verfügen. Denn – entgegen der weit verbreiteten Ansicht - ist auch ein Haus, das in der Nähe eines Kirchturms oder unmittelbar neben einem hohen Baum steht, nicht sicher davor, vom Blitz getroffen zu werden.

Blitzeinschläge können nicht verhindert werden, aber dem Blitz können „leichte Einschlagmöglichkeiten“ geboten und die enorme Energie kontrolliert abgeleitet werden – mit einer Blitzschutzanlage. Die optimale äußere Blitzschutzanlage bildet einen so genannten Faradayschen Käfig (benannt nach dem englischen Physiker Michael Faraday). Er sorgt dafür, dass das Innere dieses „Käfigs“ frei von einem elektrischen Feld ist.

Die äußere Blitzschutzanlage besteht aus drei Komponenten: der Fangeinrichtung, der Ableitungsanlage und der Erdungsanlage. Die Fangeinrichtung bildet die Konturen des Gebäudedaches nach und besitzt in exakt berechneten Abständen senkrechte Metallstäbe, die den höchsten Punkt der Anlage bilden. Die hier „eingefangenen“ Blitze mit einer Spannung von mehreren 100.000 Volt werden über die Ableitungsanlage an den Gebäudeseiten in die Erdungsanlage geleitet.

Damit wird bereits deutlich, dass die Installation der gesamten Blitzschutzanlage ausschließlich Fachleuten – also z. B. Dachdecker-Innungsbetrieben - mit der entsprechenden Qualifikation überlassen werden sollte. Wird die Anlage nicht entsprechend der DIN EN 62305 geplant und montiert, kann die enorme Spannung des Blitzes erhebliche Schäden am Gebäude anrichten. Das durchaus realistische Szenario reicht von der Ableitung der Spannung in das Tragwerk der Dachkonstruktion oder das Mauerwerk bei unfachmännisch montierten Anlagen bis zur völligen Zerstörung der gesamten Elektroinstallation des Gebäudes.

Wichtig ist aber nicht nur die fachgerechte Installation der Blitzschutzanlage, sondern auch die regelmäßige Überprüfung. Nur so kann der optimale Schutz vor Blitzeinschlägen gewährleistet werden. Diese Wartung empfiehlt sich im Rahmen einer obligatorischen Dachwartung durch den Dachdecker. Bester Zeitpunkt dafür ist das Frühjahr, denn die Gewitterhäufigkeit nimmt im Jahreslauf zu. Bei der Frühlings-Wartung können so gleichzeitig mögliche kleinere Schäden am Dach, die durch abrutschende Schneemassen entstanden sind, rechtzeitig entdeckt und beseitigt werden.

Adressen qualifizierter Dachdecker-Innungsbetriebe, die jedes Gebäude sicher vor Blitzeinschlägen machen, gibt es bei der Dachdecker-Innung Hamburg und im Internet unter http://www.dachdecker-innung-hamburg.de/


3-1-06HH

Dachdecker als reiner Männerberuf? Von wegen.

Auch das „zarte Geschlecht“ begeistert sich für dieses Handwerk

Jahrhunderte lang galt das Handwerk als reine „Männerbastion“. Schließlich muss man(n) zupacken können. Dieses „Weltbild“ wurde durch Mädchen erschüttert, die das Kfz- und das Schreinerhandwerk von der Pike auf erlernten. Na gut – aber Frauen auf dem Dach?

„Für das Dachdeckerhandwerk ist nicht die Größe des Bizeps, sondern die Fähigkeit zu denken, entscheidend“, erklärt ein Experte der Dachdecker-Innung Hamburg. Also Köpfchen statt Muskeln? „Vor 200 Jahren gab es die Ziegelträger, heute gibt es die Lastaufzüge“, so der Dach-Experte. „Viel wichtiger als Muskelpakete sind deshalb heute für die Dachdecker/innen die Freude an der Dachgestaltung, gute Kenntnisse in Mathematik, Geometrie und (Bau-)Physik, Interesse an zukunftsweisenden Technologien wie der Solarenergienutzung und der Spaß am Umgang mit unterschiedlichsten Materialien“.

Auch wenn der „Frauenanteil“ im Dachdeckerhandwerk bisher mit ca. 2% im bundesweiten Durchschnitt noch klein ist: In Zukunft dürfte die „Frauen-Power“ auf dem Dach zunehmen.

Ein Grund dafür ist natürlich auch in der Ausbildungsplatzsituation zu suchen. Während die Zahl der Lehrstellen in vielen anderen Branchen und Berufen zurückgeht, ist das Dachdeckerhandwerk sich dem drohenden Fachkräftemangel in naher Zukunft bewusst. Entsprechend gesucht sind qualifizierte Schulabgänger – ganz gleich, ob Jungen oder Mädchen. Die hohe Ausbildungsbereitschaft der Dachdecker-Innungsbetriebe im ganzen Land dokumentiert dies.

Natürlich ist – für die Damen auf dem Dach gleichermaßen wie für ihre männlichen Kollegen – ein gesundes Maß an Sportlichkeit Voraussetzung für diesen Beruf. Doch selbst ein trendiger Großformat-Dachziegel wiegt kaum mehr als 4 kg und ist damit leichter als die meisten Einkaufstaschen.

Dass für viele Dachdeckerinnen auch nach erfolgreicher Gesellinnenprüfung die Karriere nicht zu Ende ist, dafür gibt es zahlreiche Beispiele: Von Dachdecker-Meisterinnen, die im Vorstand von Innungen und Landesverbänden ihre Frau stehen bis zu den Meisterinnen des Daches, die den elterlichen Betrieb erfolgreich übernehmen, ausbauen oder nach dem Meisterbrief ein Architekturstudium absolvieren und damit mehr Praxiserfahrung mitbringen als manch ein männlicher Kollege.

Der Rat des Dach-Experten an interessierte Schulabgängerinnen: Keine Scheu vor der Bewerbung haben. Aus der früheren Skepsis mancher Ausbildungsbetriebe gegenüber Bewerberinnen ist heute ein „warum eigentlich nicht?“ geworden.


2-1-06HH

Droht „Bad Reichenhall“ wirklich überall?

Unglücke wie in diesem Winter vielfach abwendbar

Das Jahr 2006 begann mit Katastrophen, mit denen sich Gutachter noch lange beschäftigen werden. Die Meldungen über eingestürzte Hallendächer beunruhigen nicht nur Gäste und Besucher öffentlicher Gebäude. Grund genug – unabhängig von den tatsächlichen unmittelbaren Ursachen der Geschehnisse – sich mit diesem Thema näher zu beschäftigen.

„Bei vielen Menschen stellt sich inzwischen ein unbehagliches Gefühl ein bei dem Gedanken, ein Flachdach über dem Kopf zu haben. Andere sehen ihre alten Vorurteile gegenüber dieser Dachart bestätigt“, bedauert ein Experte der Dachdecker-Innung Hamburg. Denn tatsächlich ist ein Flachdach heute weder schlechter noch unsicherer als jedes andere Dach.

Bei Hallendächern ergeben sich teilweise enorme Spannweiten und damit sehr hohe Belastungen aller tragenden Elemente, wie sie im privaten Wohnungsbau niemals vorkommen. Die Bewohner eines Flachdach-Bungalows können also ebenso beruhigt weiter ihre eigenen vier Wände genießen wie die Mieter eines Mehrfamilienhauses mit Flachdach, versichert der Dach-Fachmann des Landesinnungsverbandes. Die pure Schneelast wird wohl nur in seltensten Ausnahmefällen ein Dach zum Einsturz bringen können. So sind z. B. die flach geneigten, typischen Dächer der Voralpen- und Alpenregion seit Jahrhunderten so angelegt, dass der Schnee auf ihnen als dämmende Schicht liegen bleibt. Jeder Berg-Urlauber kennt den Anblick dieser Dächer, die mit Steinen bewehrt sind um ein Abrutschen des Schnees zu verhindern. Auch die Eingruppierung einer jeden Region Deutschlands in Schneelastzonen hat sich seit Jahren bewährt.

Die Hauptursache vieler kapitaler Dachschäden – und sicher auch mancher Unglücke – ist für den Dach-Fachmann oft eher in einer mangelnden Wartung und Pflege zu suchen. Bei der regelmäßigen Überprüfung des Daches durch einen Fachbetrieb des Dachdeckerhandwerks können auch kleine Schadensbilder rechtzeitig entdeckt werden, bevor sie zu größeren Schäden an der Dachunterkonstruktion, der Wärmedämmung oder angrenzenden Bauteilen führen. Bei einer solchen Dachwartung gilt besonderes Augenmerk der Wasserableitung auf der Dachfläche. Dies kann verhindern, dass sich bei Frost eine dicke Eisschicht unter dem Schnee bildet.

„Ein regelmäßig vom Dachdecker gewartetes Flachdach hat damit sogar eine deutlich höhere Lebenserwartung als ein schlecht oder gar nicht gewartetes Steildach“, gibt der Dach-Experte zu bedenken. „Die Verantwortung für das bestehende Dach – ob auf dem Eigenheim oder dem kommunalen Gebäude – trägt letztendlich der Besitzer der Immobilie“. Fachbetriebe der Dachdecker-Innung führen die regelmäßige Wartung nach speziell erstellten Checklisten für Flach- und Steildächer durch. Die Adressen dieser Betriebe gibt es kostenlos bei der Dachdecker-Innung Hamburg und im Internet unter http://www.dachdecker-innung-hamburg.de/


1-1-06HH

Wasser marsch

Die Wasserabführung auf dem Dach

Der nächste Wolkenbruch kommt bestimmt. Wenn der Wetterdienst dann Niederschlagsmengen von „nur“ 25 Liter pro Quadratmeter vorhersagt, bedeutet dies z. B. für eine Dachfläche von 150 m2 – also die eines mittleren Einfamilienhauses – eine Wassermenge von 3.750 Liter, die es abzuleiten gilt.

Während die Form der Dachrinnen, die von halbrund über rechteckig (Kastenrinne) bis zur V-förmigen Kehlrinne reicht, noch reine Geschmackssache ist, wird die richtige Dimensionierung aller Komponenten des Dachentwässerungssystems zur „Chefsache“ – ein Fall für den Dachdecker. „Die örtliche Spitzenbelastung sowie die Dachneigung müssen bei der Berechnung berücksichtigt werden“, so ein Sprecher der Dachdecker-Innung Hamburg. Bei der Spitzenbelastung kann bei einem 150 m2 großen Dach – um bei dem Beispiel zu bleiben – eine sichere Wasserableitung von bis zu acht Liter pro Sekunde erforderlich werden. Entsprechend müssen daher nicht nur die Dachrinnen, sondern auch die Fallrohre ausgelegt sein.

Neben der richtigen Berechnung der Dimensionen ist auch die rein handwerkliche Arbeit – vom Verbinden der einzelnen Komponenten bis zur Anbringung des Ableitsystems am Dach – keine Sache für Heimwerker oder unqualifizierte Handwerker. Denn wenn nur ein Bruchteil des abzuleitenden Wassers nicht ordnungsgemäß abgeführt wird, drohen erhebliche Schäden an anderen Bauteilen. Dies gilt ganz besonders bei Flachdächern, da es hier aufgrund der Dachgeometrie zu einer verlangsamten Wasserableitung kommen kann. Besonders gefährdet sind die angrenzenden Bauteile dann im Winter, wenn sie wegen der mangelhaften Abführung des Wassers durchfeuchtet sind und ein strenger Frost den nassen Putz und das Mauerwerk geradezu aufsprengen lässt.

Doch nicht nur die unfachmännische Montage von Rinnen (z. B. mit fehlendem oder zu geringem Gefälle) oder unterdimensionierte Fallrohre sind häufige Ursache von Wasserschäden am und im Gebäude – auch die mangelnde Dachwartung kann schuld an der „Überschwemmung auf dem Dach“ sein. Moosbildung und Laub oder Äste des letzten Herbststurms behindern die zuverlässige Wasserabführung in den Rinnen oder rund um die Eindeckrahmen von Dachfenstern und Solarmodulen.

Daher der Rat der Hamburger Dach-Experten: Neben der fachgerechten Montage der Dachentwässerungssysteme sollte auch die regelmäßige Dachwartung mit einer Reinigung von Dachrinnen und Eindeckrahmen dem Dachdecker als kompetentem Ansprechpartner überlassen werden. Und dies mindestens einmal pro Jahr.

Adressen von zuverlässigen Dachdecker-Fachbetrieben gibt es kostenlos bei der Dachdecker-Innung Hamburgund im Internet unter http://www.dachdecker-innung-hamburg.de/


12-1-05HH

Eine Sache der Neigung

Nicht jede Eindeckung ist für jedes Dach geeignet

Alle Dachflächen aus „einem Guss“ – das ist die Idealvorstellung vieler Planer und Bauherren. Und wer jetzt zur Selbsthilfe greift und seine Flächen nach optischen Gesichtspunkten eindeckt, kann schon nach dem ersten Starkregen oder Schnee eine böse Überraschung erleben. Denn nicht jede Dacheindeckung ist für jedes Dach geeignet.

Bereits bei der Planung des neuen Hauses – und ebenso bei der Sanierung eines bestehenden Daches – sollte in einem frühen Stadium der Dachdecker hinzugezogen werden. Denn die Fachregeln des Dachdeckerhandwerks (und damit der Stand der Technik) legen exakt fest, welche Eindeckung für welche Dachneigung geeignet ist und ob zusätzliche Maßnahmen zu treffen sind. Darauf weist der Landesinnungsverband der Dachdecker-Innung Hamburg hin.

Ein geneigtes Dach muss zwar regensicher, nicht aber wasserdicht sein. Die Dacheindeckung muss also das Wasser zuverlässig und schnellstmöglich ableiten. Ist die Dachneigung zu gering, kann die Eindeckung dieser Aufgabe nicht mehr gerecht werden. Je nach Eindeckung gelten so genannte Regeldachneigungen, die nicht unterschritten werden dürfen. Die Bandbreite reicht von ca. 22o bei der Flachdachpfanne bis zu 40o bei der Mönch-Nonnen-Deckung. Mit entscheidend ist auch die Form der Eindeckungselemente. So hat z. B. der Biberschwanzziegel eine ebene Unterseite und die einzelnen Ziegel liegen flach aufeinander. Bei einer zu geringen Dachneigung könnte durch einen Wasserrückstau Nässe die äußere Dachhaut leicht durchdringen. Der gleiche Effekt droht, wenn bei der Eindeckung des Daches eine zu geringe Überdeckung der Elemente ausgeführt wurde.

Um die Regen- und Schneesicherheit zu optimieren, wurden die Eindeckungen mit Ziegeln und Betondachsteinen immer weiter entwickelt. Mit ausgeklügelten Seiten- und Kopfverfalzungen sollen das Eindringen von Wasser und Treibschnee weitgehend ausgeschlossen werden.

Wird die Regeldachneigung unterschritten, müssen zusätzliche Vorkehrungen die Unterkonstruktion – und dazu gehört auch die Lattung und Konterlattung – schützen.

Doch nicht nur eine zu geringe, auch eine zu hohe Dachneigung birgt Gefahren. Soll z. B. ein geneigtes Dach begrünt werden, kann eine zu große Dachneigung zu einem Abrutschen des Substrats führen.

„Das Dach ist eine Wissenschaft für sich“, so der Sprecher der Hamburger Dachdecker. „Deshalb sollte die Planung und Eindeckung immer den Fachleuten des Dachdeckerhandwerks überlassen werden, die in mehrjähriger Ausbildung die ,Wissenschaft Dach’ – und damit das Arbeiten nach den Fachregeln des Deutschen Dachdeckerhandwerks - gelernt haben“, so der Dach-Fachmann weiter.
 

 
 
 
 
 
 
   home        kontakt        impressum        nach oben